Themen: Partei-Politik, Demokratie, Krieg&Frieden
Regionen: International, Europa
Die AfD liegt vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in Umfragen bei 41 Prozent und könnte erstmals in der Nachkriegsgeschichte als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei ein Bundesland regieren. CORRECTIV stellt Kandidierende der Landesliste vor und verweist auf rechtsextreme Verbindungen im Landesverband. Mindestens 13 Kandidaten der Top 30 werden in Verfassungsschutzberichten namentlich als Belege für dessen Rechtsextremismus genannt. Fraktionschef Oliver Kirchner erklärt die Idee Preussens zu seinem politischen Kompass; Sebastian Koch nahm früher an Sonnenwendfeiern von Neonazis teil und organisierte später Feste mit. Hans-Thomas Tillschneider, Listenplatz drei, fordert unter anderem Sicherheitsdienste mit Tränengas an Schulen. Er und weitere Kandidaten suchten mehrfach Kontakte zur russischen Politik. Tillschneider demonstrierte 2024 in Kaliningrad mit deutsch-russischen Fahnen gegen westliche Werte. Die Bundesregierung bereitet sich laut Bericht darauf vor, dass AfD-regierte Länder Nachrichtendienste und Nato-Truppenverlegungen behindern könnten.