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Die „arme“ Maricarmen von Madrid: Gar keine Heilige

Inside Paradeplatz

Themen: Partei-Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: International, Europa

Pedro Sánchez hat Neuwahlen für November angesetzt, nachdem zwei Gesetze gegen die Wohnungsnot gescheitert waren. Der sozialistische Regierungschef steht zudem wegen Korruptionsaffären und wegen der Lage in der nordafrikanischen Exklave Ceuta unter Druck. Zum politischen Symbol wird die 87-jährige Maricarmen, deren Zwangsräumung in Madrid landesweite Proteste ausgelöst hat. Sie lebte in einem Haus nahe dem Retiro-Park und zahlte dank eines alten Mietvertrags monatlich 150 Euro. Der Miterbe Ignacio Lázaro, der selbst 750 Euro für seine Wohnung zahlte, schildert sie als kompromisslose Mieterin, die jede Erhöhung abgelehnt habe. Die Erben mussten das Familienhaus an eine Immobiliengesellschaft verkaufen, weil sie dessen Finanzierung unter den alten Mietverträgen nicht mehr tragen konnten. Lázaro zahlt heute am Stadtrand 1’200 Euro Miete. Nach dem öffentlichen Aufschrei erhielt Maricarmen ein neues Angebot der Eigentümerin.

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