Themen: Partei-Politik, Demokratie
Regionen: International, Südamerika
Amtsinhaber Lula da Silva und sein Herausforderer Flavio Bolsonaro trennen bei der brasilianischen Wahl weniger als drei Prozentpunkte. Für Korrespondentin Teresa Delgado verdeutlicht das knappe Ergebnis die Spaltung der grössten Demokratie Südamerikas. Bolsonaro, Sohn des früheren Präsidenten Jair Bolsonaro, setzte im Wahlkampf auf christliche Werte und warb gezielt um evangelikale Wählerinnen und Wähler. Diese machten rund einen Drittel der Wählerschaft aus. Zudem steht Flavio Bolsonaro laut Delgado US-Präsident Donald Trump nahe. Lula präsentierte sich dagegen als Verteidiger der Demokratie. Viele seiner Anhängerinnen und Anhänger befürchteten, Brasilien könnte unter einem Präsidenten Bolsonaro stärker von den USA abhängig werden.