Themen: Krieg&Frieden, Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH, International, Westasien
Die Kunsthistorikerin und Aktivistin Denise Ellenberger kritisiert den Polizeieinsatz bei einer propalästinensischen Demonstration am 29. August in Basel sowie das Verhalten des Theater Basel. Ellenberger, Mitglied des Kollektivs Basel4Palestine, erklärt, sie sei mit rund 200 weiteren Personen auf dem Theaterplatz eingekesselt und während sieben Stunden festgehalten worden. Sie wirft der Polizei einen unverhältnismässigen Einsatz mit Kräften aus anderen Kantonen, Hunden und Wasserwerfern vor und schildert körperliche Übergriffe sowie Rayonverbote. Die Demonstrierenden hätten friedlich gehandelt und mit dem Slogan «Death to Zionism» nicht zu Gewalt gegen Menschen, sondern zum Ende des Zionismus als politischer Ideologie aufgerufen, so ihre Position. In einem Brief bezeichnet sie das Theater Basel als «amoralische Anstalt», weil es sich nicht mit den Demonstrierenden solidarisiert und seine Türen geschlossen habe. Ellenberger beruft sich auf die Versammlungs- und Meinungsfreiheit und kritisiert die öffentliche und mediale Einordnung der Kundgebung.