Themen: Krieg&Frieden, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Südostasien
Ein belgischer Fotojournalist schildert seine Recherchen zum Opium- und Heroinhandel in Myanmar Anfang der 1990er Jahre. Nach dem Wahlsieg von Aung San Suu Kyis Partei 1990 verschärfte die Junta ihre Repression und die Konflikte mit ethnischen Minderheiten. Myanmar lieferte 1991 laut Darstellung 2000 der 2500 Tonnen Opium im Goldenen Dreieck; daraus seien rund 200 Tonnen Heroin entstanden. In Bangkok begleitet der Journalist thailändische Zollbeamte bei der Festnahme eines Kuriers mit 700 Gramm Heroin im Körper und spricht mit dem lokalen DEA-Leiter über mutmassliche Verbindungen thailändischer Würdenträger zum Handel. 1993 reist er mit Kollegen auf Einladung der United Wa State Army heimlich ins Wa-Gebiet an der chinesischen Grenze. Die Miliz hatte mit der Junta ein Arrangement geschlossen: keine Angriffe gegen staatliche Truppen im Austausch für Duldung ihrer Geschäfte. Innerhalb der UWSA wird über ein von den Vereinten Nationen überwachtes Ende des Opiumanbaus gestritten.