Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Das Aargauer Kunsthaus Aarau widmet Gabi Fuhrimann bis 8. November 2026 eine Ausstellung der Reihe «Sammlung im Fokus». Gezeigt werden vor allem Bestände des Hauses sowie Leihgaben aus dem Nachlass der 2021 im Alter von 63 Jahren verstorbenen Künstlerin. Fuhrimann malte überwiegend kleinformatig mit Öl auf alten, oft quadratischen Holzplatten und setzte auf die Widerständigkeit des Materials statt auf grosse Gesten. Im Zentrum ihres Werks stehen meist Frauenfiguren, darunter Porträts von Schriftstellerinnen wie Jane Bowles und Ingeborg Bachmann sowie Selbstporträts und beobachtete Alltagsszenen. Wiederkehrend untersucht sie das Verhältnis von Figur, Hintergrund und Raum. Ein Selbstporträt um 1990 verbindet die Figur mit schwebenden Augen im farbigen Innenraum und thematisiert Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung. Muster, Farbräume und geometrische Strukturen stehen dabei neben körperhaft dargestellten Figuren. Fuhrimann, 1958 in Zürich geboren und in Ennetbaden aufgewachsen, studierte freie Kunst in Luzern bei Anton Egloff.