Themen: Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Seit Beginn der griechischen Krise ziehen zunehmend arbeitslose Städter aufs Land, um hohen Lebenshaltungskosten und fehlenden Erwerbsmöglichkeiten zu entkommen. Die als «Zurück-zur-Erde-Bewegung» bezeichnete Entwicklung belebt teils entvölkerte ländliche Räume mit neuen Werten und Hoffnungen. Dimitris, ein ehemaliger Athener von etwa dreissig Jahren, liess sich 2010 am Pelion nieder. Dort bewirtschaftet er rund 2000 Olivenbäume und 180 Firíki-Apfelbäume. Die kleine Apfelsorte hatte einst einen so guten Ruf, dass die zwischen 1892 und 1903 gebaute erste griechische Eisenbahnlinie durch die Wälder des Pelion verlief, um den Export zu erleichtern. Dennoch prägen brachliegende Flächen und verlassene Dörfer die frühere Apfelregion. Dimitris führt dies darauf zurück, dass viele Bauern nach sinkenden Apfelpreisen die Produktion aufgaben; europäische Gelder hätten zuvor die Abhängigkeit von Landwirtschaft zusätzlich geschwächt.