Themen: Gesundheit, Geopolitik, Gesellschaft
Regionen: International, Nordamerika, Afrika
In Bafwabango in der ostkongolesischen Provinz Ituri setzten Bewohner Anfang Juli 2026 ein Ebola-Behandlungszentrum in Brand; bei den Ausschreitungen starb ein Polizist, und Infizierte sowie medizinisches Personal flohen. Zuvor waren laut Bericht bereits Einrichtungen in Mongbwalu und Rwampara angegriffen worden. Anlass war unter anderem ein Konflikt über die traditionelle Bestattung eines Ebola-Opfers, dessen Leichnam medizinisches Personal aus Infektionsschutzgründen nicht herausgeben wollte. Der Beitrag ordnet die Gewalt in den Bürgerkrieg im Ostkongo, Kämpfe um Coltan, Kupfer und Gold sowie das Misstrauen gegenüber Behörden und ausländischen Organisationen ein. Er nennt mehr als 3000 Tote und über 4000 bestätigte Infektionen. Zudem kritisiert er die drastische Kürzung der US-Entwicklungsbehörde USAID und verweist auf deren frühere politische und geheimdienstliche Verflechtungen. In Nairobi löste ein für erkrankte oder infizierte US-Bürger geplantes Ebola-Quarantänezentrum Proteste aus. Nach wochenlangen Demonstrationen ordnete Kenias Gesundheitsminister den Baustopp in Laikipia an.