Themen: Unbestimmt
Regionen: International, Südamerika
Sechs Tage nach den schweren Erdbeben in Venezuela schwindet die Hoffnung, noch viele Menschen lebend aus den Trümmern zu bergen. Die Behörden melden 2300 Tote, knapp 70’000 Vermisste und 5034 Verletzte. Weitere 15’866 Menschen sind obdachlos, 22’619 werden in provisorischen Gesundheitseinrichtungen behandelt. Besonders stark betroffen ist der Bundesstaat La Guaira. Die beiden Erdstösse ereigneten sich am Mittwochabend, erreichten Stärken von 7,2 und 7,5 und waren laut Bericht die stärksten in Venezuela seit über hundert Jahren. Ihr Epizentrum lag zwischen San Felipe und Yumare im Norden des Landes. Such- und Rettungsarbeiten laufen weiter, zusätzliches Gerät und internationale Teams treffen ein. Die USA entsandten Flugzeuge, Schiffe und Helikopter. Die Entwicklungsbank CAF kündigte einen Wiederaufbaufonds von bis zu 200 Millionen Dollar an. Auch 80 Angehörige der Rettungskette Schweiz mit 80 Tonnen Material und acht Suchhunden sind im Einsatz.