Themen: KI/Digital, Klima&Energie, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Ostschweiz, Zürich/Winterthur
Stack Infrastructure baut in Beringen ein KI-Rechenzentrum mit 36 Megawatt Leistung. Die Gemeinde bewilligte jährlich 55’000 Kubikmeter Wasser, also bis zu 150’000 Liter Trinkwasser pro Tag; beantragt war ursprünglich das Sechsfache. Das Zentrum hängt am öffentlichen Trinkwassernetz und benötigt in heissen, oft trockenen Sommern besonders viel Kühlwasser. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung war nicht vorgeschrieben, weil Rechenzentren in der massgeblichen Verordnung nicht aufgeführt sind. Die Abwärmenutzung war beim Bauentscheid noch ungeklärt; inzwischen sind Speicher, Wärmepumpen und eine Nutzung durch Schaffhausen vorgesehen. Protestierende aus dem Zürcher Weinland wurden in Benken geräumt und setzten ihren Protest im deutschen Tengen fort. Laut angeführten Zahlen könnten Schweizer Rechenzentren bis 2030 mehr zusätzlichen Strom verbrauchen als der geplante Zubau erneuerbarer Energien. Gefordert werden nationale Vorgaben zu Strom, Wasser und Abwärme.