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Die nützliche Verschwörungstheorie der israelischen First Lady

Journal21
Die nützliche Verschwörungstheorie der israelischen First Lady

Themen: Partei-Politik, Gesellschaft, Krieg&Frieden

Regionen: International, Westasien

Sara Netanjahu hat dem früheren General und Oppositionspolitiker Yair Golan in einem Fernsehinterview nahegelegt, er habe vorab vom Hamas-Massaker vom 7. Oktober 2023 gewusst. Golan war damals nach Angaben von Augenzeugen zum Gelände des Supernova-Festivals gefahren und half dort Angegriffenen. Er verklagt die Frau des Ministerpräsidenten wegen Verleumdung auf 2,55 Millionen Schekel und fordert einen Widerruf; Sara Netanjahu hat ihrerseits eine Genugtuungsklage gegen ihn eingereicht. Beobachter deuten ihre Aussagen als Teil einer Wahlkampfstrategie, die Benjamin Netanjahu angesichts der Kritik an seinem Krisenmanagement als Opfer eines «Deep State» darstellt. Die Theorie eines Verrats durch Militärs, Sicherheitsdienste und Pro-Demokratie-Aktivisten soll Verantwortung für das Versagen vom 7. Oktober verschieben. Laut dem zitierten Psychologen verstärkt wiederholte Verbreitung solcher Behauptungen deren Glaubwürdigkeit. Die Wahlen vom 27. Oktober dürften stark von der Aufarbeitung des Massakers geprägt sein.

Journal21

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