Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Rosen an den Rändern von Rebbergen dienen traditionell als Frühindikatoren für Krankheiten wie Mehltau. Da sie Symptome oft früher zeigen als Reben, konnten Winzerinnen und Winzer früher noch mit Pflanzenschutzmitteln eingreifen, bevor die Trauben stärker betroffen waren. In Italien und in der Westschweiz ist die Kombination von Rosen und Reben verbreitet, in der Nordwestschweiz dagegen weniger, etwa vereinzelt in Maisprach. Rebbaukommissär Urs Weingartner erklärt dies mit dem heutigen Fokus auf Prävention. Krankheiten sollen möglichst gar nicht ausbrechen, damit weniger Pflanzenschutzmittel nötig werden. Zeige eine Rose Symptome, sei die Rebe häufig bereits ebenfalls befallen, auch wenn dies noch nicht sichtbar sei; für vorbeugende Massnahmen sei es dann zu spät. Im biologischen Rebbau könnten Rosen dennoch nützlich sein, weil dort Schwefel und Kupfer kurativ gegen Pilzerkrankungen eingesetzt werden dürfen. Neben ihrer möglichen Funktion als Indikator bleiben Rosen auch ein ästhetisches Element im Weinberg.