Themen: Klima&Energie, Umwelt, Technologie
Regionen: International, International Unbestimmt
Autor Walter Rüegg bewertet Photovoltaik als rohstoffintensive und wetterabhängige Energieform. Anlagen, Speicher, Ersatzkraftwerke und Netze benötigten grosse Mengen Kupfer und weiterer Metalle. Der Kupferbergbau verursache giftige Schlämme mit Arsen und Schwermetallen, die meist in oberirdischen Becken lagerten und Umwelt sowie Bevölkerung belasteten. Rüegg vergleicht diese Abfälle mit nuklearen Abfällen und bewertet deren langfristige Risiken zugunsten der Kernenergie. Trotz hoher Investitionen und staatlicher Förderungen sei der fossile Anteil am weltweiten Energieverbrauch nur gering gesunken; die CO₂-Emissionen stiegen weiter. Wegen des wachsenden Energiebedarfs und geplanter fossiler Kraftwerke, besonders in Asien und Afrika, hält er einen Ersatz fossiler Energien durch Solar- und Windstrom bis 2050 für unrealistisch. Photovoltaik solle vor allem in sonnenreichen Regionen Lastspitzen decken. Für eine verlässliche Versorgung seien regelbare Kraftwerke nötig; langfristig sieht Rüegg Kernenergie als zentrale CO₂-arme Stromquelle.