Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Geopolitik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, China
Die Schweiz und China haben die Verhandlungen zur Optimierung ihres Freihandelsabkommens von 2014 abgeschlossen. Bundespräsident Guy Parmelin und Handelsminister Wang Wentao kündigten den Abschluss am 20. August in Bern an; nach rechtlicher Bereinigung soll die Unterzeichnung noch 2026 erfolgen. Künftig sollen 99,8 Prozent der aktuellen Schweizer Exporte zollfrei auf den chinesischen Markt gelangen, während bisher nur rund die Hälfte davon zollfrei war. Das Abkommen erweitert Bestimmungen zu Investitionen, Umwelt- und Arbeitsrechten, Dienstleistungen, digitalem Handel und Wettbewerb. China akzeptierte zudem erstmals in einem Freihandelsabkommen einen Verweis auf die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. China war 2025 nach EU und USA der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz; der Warenhandel betrug ohne Gold 33,5 Milliarden Franken. Der Beitrag sieht darin eine Bestätigung der Schweizer Freihandelsstrategie, warnt jedoch davor, diese als Ersatz für die Bilateralen III mit der EU zu betrachten. Freihandelsabkommen bleiben innenpolitisch umstritten, etwa wegen Landwirtschaft, Palmöl, Zwangsarbeit und Entwaldung.