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Die Stadt vertreibt eine trans Frau aus dem «Paradiesli» – und entschuldigt sich dafür

Journal B
Die Stadt vertreibt eine trans Frau aus dem «Paradiesli» – und entschuldigt sich dafür

Themen: Gleichstellung, Innen-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Eine trans Frau wurde im abgeschirmten Frauen-FKK-Bereich «Paradiesli» des Berner Marzilibads weggewiesen und nach ihrer Weigerung von der Polizei angehalten. Zwei Besucherinnen hatten sich über ihre Anwesenheit beschwert. Laut Stadt erfüllte die Betroffene die Zutrittsregelung, da in ihrem Ausweis das weibliche Geschlecht eingetragen ist. Die Stadt Bern bezeichnet die Wegweisung inzwischen als Fehlentscheid und entschuldigt sich. Augenzeuginnen und Augenzeugen berichten, die Frau sei zu Boden gedrückt, in Handschellen abgeführt und verletzt worden. Die Kantonspolizei bestätigt die Androhung von Pfefferspray wegen Bedrängung ihrer Einsatzkräfte, bestreitet aber die Androhung eines Schlagstocks. Nach der Entlassung der Frau aus der Wache Waisenhaus demonstrierten rund hundert Personen friedlich durch die Stadt. Die zuständige Gemeinderätin Ursina Anderegg kündigt eine interne Aufarbeitung, Gespräche mit Betroffenen, klarere Kommunikation der Zutrittsregeln sowie weitere Sensibilisierung und Schulungen an. Gegen die angehaltene Frau will die Polizei wegen Hinderung einer Amtshandlung Anzeige erstatten.

journal-b.ch

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