Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt, International, Nordamerika
Die ständerätliche Wirtschaftskommission hat die Beratung über zusätzliche Eigenkapitalanforderungen für die UBS auf den Herbst verschoben. Der Autor wertet dies als weiteres Aufschieben einer nach dem Zusammenbruch der Credit Suisse dringend nötigen Regulierung. Bundesrat, Nationalbank und Finma hatten unter anderem verlangt, ausländische Beteiligungen der systemrelevanten Grossbank stärker mit hartem Eigenkapital im Schweizer Stammhaus abzusichern. Die UBS lehnt auch abgeschwächte Vorgaben ab. Gleichzeitig will sie ihr Geschäft in den USA ausbauen, wo sie seit März über eine nationale Banklizenz verfügt und laut dem Beitrag eine Übernahme plant. Finanzministerin Karin Keller-Sutter wirft der Bank vor, Risiken des Auslandwachstums auf Schweizer Steuerzahlende abzuwälzen. Der Beitrag verweist auf die hohe Bilanzsumme, die starke Marktstellung der UBS nach der CS-Übernahme und die geringe Leverage Ratio. Da die Regulierung nun gesetzlich statt nur per Verordnung geregelt werden soll, fordert der Autor ein Referendum über die Risikotragung durch die Bevölkerung.