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On-Capt’n hat recht: 80 Work-Stunden braucht das Land

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On-Capt’n hat recht: 80 Work-Stunden braucht das Land

Caspar Coppetti heisst der Mitgründer und Chef von On Running. Normalerweise arbeitet Coppetti, weil er viel zu tun hat. Kürzlich aber redete er auf SRF Börse. Wie schon andere aus dem Sportzirkus hat auch er etwas zum Besten gegeben, das jetzt für helle Aufregung in Wohlstands-Helvetien führt. „Die Woche hat 80 Stunden, das wissen wir alle“, so der On-CEO. Umgelegt auf sieben Tage macht das knapp 12 Stunden. Der halbe Tag für den Job, die andere Hälfte zum Erholen. Auch Samstags und Sonntags. Für Coppetti normal. Auch für alle anderen, die etwas zum Laufen bringen wollen in der freien Wirtschaft. Doch im Blick gehen die Woge hoch. Im Ringier-Blatt sagt eine „Arbeitspsychologin“: „Caspar Coppetti sendet damit ein Signal an die ganze Firma.“ Klar. Und welches? „Diese Aussage setzt seine Mitarbeitenden unter Druck.“ Und wenn schon, was ist daran schlecht? „Bei einem Unternehmen, das sich damit brüstet, besonders innovativ zu sein, ist das nicht zielführend.“ Man könne maximal halb so lange produktiv arbeiten, das zeige die Forschung. Die vielen KMUs des Landes, die es zu etwas gebracht haben, würde es dann allerdings nicht geben. Die meisten Leute geben der Expertin aber wohl recht. Sie suchen sich einen Platz an der Sonne, mit gutem Lohn, weniger Stress und vielen Brückentagen an Auffahrt und sonst. Am besten beim Staat. Der platzt aus allen Nähten. Die freien Unternehmer wie Coppetti müssen dann halt etwas mehr Steuern zahlen, damit die Rechnung aufgeht. Der Preis für den Schweiss.

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