Themen: Umwelt, Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Der Grossbrand bei Sandoz in Schweizerhalle am 1. November 1986 wurde zum Auslöser für die eidgenössische Störfallverordnung. Sie trat am 1. April 1991 in Kraft und verpflichtet Betriebe, Risiken systematisch zu beurteilen und Sicherheitsmassnahmen nach dem Stand der Technik umzusetzen. Die Vorschriften erfassen neben Industrieanlagen auch Verkehrswege für gefährliche Güter, darunter Eisenbahnen, Durchgangsstrassen, den Rhein und bestimmte Rohrleitungen. In Schweizerhalle bleibt die Vorsorge relevant, weil Industrie- und Chemiebetriebe nahe bei Siedlungen und Trinkwasserressourcen liegen. Auf dem Areal finden sich laut Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektion PFAS sowie weitere Schadstoffgruppen aus Farbenchemie, Pharma- und Agrochemie. Ein Restrisiko lasse sich nicht vollständig ausschliessen, sei dank regelmässiger Kontrollen aber gering. Die IWB und die Hardwasser AG überwachen das Rohwasser mit gezielten und nicht zielgerichteten Analysen. Bei Trübung oder erhöhten Schadstoffkonzentrationen können Fassungen zeitweise abgeschaltet werden. Interne Zielwerte liegen laut IWB meist unter den gesetzlichen Höchstwerten.