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Der lange Schatten des Sandoz-Chemiebrands

Online Reports
Der lange Schatten des Sandoz-Chemiebrands

Themen: Umwelt, Gesundheit

Regionen: Schweiz, Basel/NWCH

Vom ehemaligen Brandplatz des Sandoz-Grossbrands in Schweizerhalle gelangt weiterhin das Fungizid Oxadixyl ins Grundwasser der Muttenzer Hard. Das Gebiet ist für die Trinkwasserversorgung von rund 230’000 Menschen bedeutsam. Beim Brand vom 1. November 1986 drangen neben Oxadixyl auch Disulfoton, weitere Pestizide und Farbstoffe in den Boden; bereits davor hatten industrielle Aktivitäten den Untergrund belastet. Der Boden am Lagerstandort wurde bis in elf Meter Tiefe ausgehoben und gereinigt. Einige Hundert Kilogramm Oxadixyl blieben jedoch zurück. Eine Betonplatte und abgepumptes Grundwasser sollen verhindern, dass Schadstoffe weiter ausgetragen werden. Eine altlastenrechtliche Neubeurteilung von 2017 kam dennoch zum Schluss, dass kein Sanierungsbedarf bestehe. Altlastenexperte Martin Forter widerspricht dieser Einschätzung: Frühere Ziele für den jährlichen Schadstoffaustrag würden weiterhin überschritten, seien aber durch deutlich höhere Grenzwerte faktisch entwertet worden. Die Trinkwasserversorgung stützt sich auf zahlreiche Messstellen, Aufbereitung und einen künstlichen Grundwasserberg, der belastetes Wasser von Fassungen fernhalten soll.

onlinereports.ch

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