Themen: Gesundheit, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Am Universitätsspital Zürich steht nach dem Weggang eines weiteren Klinikdirektors erneut die Führung in der Kritik. Im Zentrum stehen der Umgang mit dem Chef der Urologie sowie die Frage, ob personelle Konsequenzen und neue Kontrollmassnahmen frühere Versäumnisse aufarbeiten. Der Kommentar verweist auf eine externe Untersuchung zu gravierenden Missständen in der Herzchirurgie unter Francesco Maisano zwischen 2016 und 2020. Diese habe auch erhebliche Führungs- und Aufsichtsdefizite dokumentiert. Kritisiert wird, dass demonstrative Härte und zusätzliche Regeln offene Fragen zu früheren Warnungen und deren Folgen überdecken könnten. Mehr Bürokratie könne zudem Zeit von Ärzteschaft und Forschung für Patienten und Innovation abziehen, während Regelverstösse nicht automatisch verhindert würden. Als Verantwortliche nennt der Beitrag Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, Spitalratspräsident André Zemp und USZ-CEO Monika Jänicke. Zemp präsidiert das USZ seit fünf Jahren und hat mit seiner Frau eine historische Mühle in Seon saniert.