Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital, Migration/Asyl
Regionen: International, Europa
Die Europäische Kommission hat am 15. September neue Regeln für faire Arbeitsmobilität vorgeschlagen. Sie sollen die Anerkennung beruflicher Abschlüsse zwischen EU-Staaten beschleunigen und damit Fachkräften den Wechsel in andere Mitgliedländer erleichtern. Diplome von Ärztinnen, Pflegefachpersonen, Ingenieurinnen und künftig weiteren Engpassberufen wie Physiotherapie sollen innerhalb von fünf Wochen statt bisher bis zu drei Monaten anerkannt werden. Für andere Qualifikationen ist eine Frist von elf Wochen vorgesehen, bisher können Verfahren vier Monate dauern. Sozialversicherungs-, Krankenversicherungs- und Diplomdokumente sollen zudem über kostenlose europäische digitale Identitäts-Wallets verfügbar werden. Auch Personen mit Abschlüssen aus Nicht-EU-Staaten sollen profitieren: Die durchschnittliche Wartezeit von 14 Monaten soll auf vier Monate sinken; qualifizierte Ärztinnen und Pflegekräfte sollen unter Bedingungen automatisch anerkannt werden. Die Kommission will zudem die Europäische Arbeitsbehörde stärken, damit sie Arbeitsbedingungen von Nicht-EU-Beschäftigten kontrollieren kann. EU-Regierungen und Parlament müssen dem Vorschlag noch zustimmen.