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Doppelte Revolte: Karystianou und Samaras gegen das Establishment

Journal21
Doppelte Revolte: Karystianou und Samaras gegen das Establishment

Themen: Partei-Politik, Demokratie, Innen-Politik

Regionen: International, Europa

In Griechenland treten mit Maria Karystianou und Antonis Samaras zwei unterschiedliche Kritiker des etablierten politischen Systems hervor. Karystianou verlor beim Zugunglück von Tempi im Februar 2023 ihre 19-jährige Tochter. Die Kollision nahe Larisa forderte 57 Todesopfer und wurde zum Symbol für Infrastrukturmängel, zersplitterte Zuständigkeiten und fehlende politische Rechenschaft. Karystianou wurde zur wichtigen Figur einer Angehörigen- und Protestbewegung und kündigt eine politische Formation an, die Transparenz, unabhängige Justiz und Korruptionsbekämpfung betont. Samaras war von 2012 bis 2015 Ministerpräsident und gehört dem konservativen Umfeld der Nea Dimokratia an. Er stellt die Linie von Regierungschef Kyriakos Mitsotakis infrage und deutet ebenfalls eine neue Formation an. Seine Kritik verbindet nationale Souveränität, Migration, Wirtschaftspolitik und die Ablehnung einer «woke»-orientierten Kulturpolitik. Beide Entwicklungen setzen das Parteiensystem vor den spätestens 2027 erwarteten Parlamentswahlen unter Druck.

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