Themen: Leben, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
In der Schweiz sind laut einer Auswertung auf Basis jüngster Daten des Bundesamts für Statistik mehr als 625'000 von knapp 900'000 bewohnten Einfamilienhäusern unterbelegt. Als unterbelegt gilt eine Wohnung mit mindestens zwei Zimmern mehr als Bewohnerinnen und Bewohner. Besonders häufig betrifft dies Häuser, die ursprünglich für Familien gebaut wurden und nach dem Auszug der Kinder von den Eltern weiter bewohnt werden. Günstige alte Hypotheken, abbezahlte Häuser, knappe kleinere Wohnungen, Umzugskosten und die Bindung an Quartier und Nachbarschaft können einen Wohnungswechsel unattraktiv machen. Der Anteil ist in ländlichen Gemeinden meist höher als in Städten. Im Tessin erreicht Dalpe mit 84,9 Prozent Rang 21 der nationalen Rangliste. Es folgen Vernate mit 84,5 und Massagno mit 83,4 Prozent. Auch Morcote, Castel San Pietro und Coldrerio weisen hohe Anteile auf.