Themen: Kultur, Technologie
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Die Kamera Obscura besteht aus einem lichtdichten Kasten mit einer winzigen Öffnung und gilt als Urmutter der Kameras. Durch das Loch fällt Licht ein und projiziert ein Bild der Aussenwelt auf die gegenüberliegende Fläche. Ihre einfache Bauweise täuscht über den Aufwand hinweg: Zwischen Aufnahme und fertigem Bild liegen mehrere Arbeitsschritte sowie Stunden im Fotolabor. Ein Selbstversuch mit Fotografieren und Entwickeln zeigt, dass bei dieser Technik Geduld mindestens ebenso wichtig ist wie das gewählte Motiv. Das zugrunde liegende optische Prinzip ist seit Langem bekannt. Schon Gelehrte der Antike beobachteten, dass Licht durch eine kleine Öffnung ein Bild erzeugen kann. Der arabische Wissenschaftler Ibn al-Haytham hielt das Phänomen im 11. Jahrhundert wissenschaftlich fest. Die Arbeit mit der Kamera Obscura verbindet damit eine historische Bildtechnik mit einem langsamen, handwerklichen fotografischen Prozess.