Themen: Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Migros plant, ihre zehn regionalen Genossenschaften und den Migros-Genossenschafts-Bund bis Ende 2028 in einer einzigen Gruppengenossenschaft zusammenzuführen. Die Führungsorgane aller regionalen Genossenschaften und des Bundes haben den Plan einstimmig genehmigt. Definitiv entscheiden sollen die 2,3 Millionen Genossenschafterinnen und Genossenschafter voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres per Briefwahl. In jeder der zehn Genossenschaften braucht es eine Zweidrittelmehrheit der Abstimmenden sowie mindestens 25 Prozent Beteiligung; ein Nein einer einzigen Einheit könnte das Vorhaben scheitern lassen oder eine Überarbeitung erzwingen. Die künftige zentrale Genossenschaft soll den Konzern mit sieben eigenständig tätigen Geschäftseinheiten koordinieren. Der nationale Supermarktbetrieb soll einheitlich geführt werden, bei starker regionaler Präsenz. Sechs Regionalräte sollen regionale Interessen vertreten und Delegierte für die nationale Versammlung wählen. Migros nennt weder konkrete Sparziele noch die Zahl betroffener Stellen, verspricht aber bis Mitte 2028 keine Entlassungen in den regionalen Genossenschaften. Rationalisiert werden sollen vor allem Verwaltung und Führung.