Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden
Am 29. November stimmen die Walliserinnen und Walliser erstmals über den Flughafen Sitten und dessen Subventionierung ab. Der über 90 Jahre alte Flughafen leidet seit dem Rückzug der Armee Ende 2018. Im Abstimmungskampf stehen sich unterschiedliche Zahlen gegenüber: Staatsrat Christophe Darbellay und die Regierung betrachten fast vier von fünf Flügen als gemeinnützig und damit als förderungswürdig. Das Referendumskomitee beziffert dagegen den Anteil kommerzieller oder privater Flüge auf 70 Prozent der Flugbewegungen und 94 Prozent der Passagiere. Es sammelte mit dem Slogan «Kein öffentliches Geld für Privatjets» mehr als 3800 gültige Unterschriften. In einer Debatte bezichtigten sich Darbellay und der grüne Grossratsfraktionschef Emmanuel Revaz gegenseitig der Lüge. Revaz wirft der Regierung vor, hinter der Gesetzesvorlage stehe weiterhin der nicht offen eingestandene Wunsch nach mehr Flügen und Passagieren.