Themen: Gesundheit, Krieg&Frieden
Regionen: International, Afrika
Der Ebolaausbruch in der ostkongolesischen Provinz Ituri hat nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 1300 Menschen infiziert; 360 sind gestorben, 178 geheilt worden. Im Vertriebenenlager Kigonze bei Bunia sollen bereits etwa dreissig Menschen gestorben sein. Mehr als zwei Millionen Menschen leben im Kriegsgebiet in überfüllten Lagern, in denen Milizenangriffe weitere Fluchten auslösen. Wasser, Seife, Desinfektionsmittel, Latrinen und Lebensmittel fehlen, auch Quarantäne- und Behandlungszentren sind unterversorgt. Die WHO stufte den Ausbruch Mitte Mai als internationale Gesundheitsnotlage ein und beziffert den Bedarf ihres Eindämmungsplans auf 518 Millionen Dollar. Die Uno benötigt für Hilfen im Kongo 1,4 Milliarden Dollar, wovon erst dreissig Prozent finanziert sind. Besonders ins Gewicht fallen die Kürzungen der USA und europäischer Staaten. Uganda meldet bereits zwanzig Fälle und schloss die Grenze zum Kongo.