Themen: Umwelt, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Eine Elefantenherde greift Nohotia bereits die neunte Nacht in Folge an. Nach zahlreichen Hilferufen stürmen Dorfbewohner die Telefonzentrale des Forstamts, das Verstärkung zusagt. Rund hundert Männer und Jungen versammeln sich am Flussufer gegenüber einer acht Hektar grossen, bewaldeten Sandhalbinsel, auf der sich die Herde versteckt. Landbesitzer Jogen Bora berichtet, er habe 1990 mit anderen Bewohnern Wald für den Anbau gerodet. Dabei seien zahlreiche Tiere verschwunden. Vor seiner ersten Ernte habe er dem Flussgeist Betelnüsse geopfert. Als sich später eine bewachsene Landzunge bildete, liess Bora sie unbewirtschaftet, damit vertriebene Tiere dort Zuflucht finden könnten; jagen verbietet er dort ebenfalls. Nun verlangen andere von ihm, die Fläche zu roden, weil sie den Elefanten Schutz biete. Bora lehnt dies ab, da Vögel und kleinere Tiere weiterhin ein Zuhause bräuchten.