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Ein Möbel fürs Leben – und die Frage, wie sich das rechnet

TSRI
Ein Möbel fürs Leben – und die Frage, wie sich das rechnet

Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

USM Haller, 1885 als Metall- und Schlossereibetrieb in Münsingen gegründet, entwickelte sein modulares Möbelsystem in den 1960er-Jahren zunächst für die eigenen Büros. Heute lassen sich auch jahrzehntealte Elemente umbauen und mit neuen Teilen erweitern, weil das System seit über 60 Jahren kompatibel geblieben ist. Nach Angaben des Unternehmens sind mehr als 80 Prozent der produzierten Möbel weiterhin im Einsatz; ein eigener Secondhand-Markt hat sich etabliert. Türscharniere werden etwa mit 40’000 Öffnungs- und Schliessvorgängen getestet. Die lange Nutzungsdauer vermeidet Ersatzkäufe, stellt USM aber zugleich vor die wirtschaftliche Frage, wie sich skalierbare Geschäftsmodelle entwickeln lassen. Kreislaufwirtschaft müsse Kundinnen und Kunden einen Nutzen bringen und zugleich langfristig rentabel sein. Bis 2030 will USM Herstellung, Lieferketten, interne Abläufe und Geschäftsmodelle vollständig kreislauforientiert ausrichten. Öffentliche Beschaffungen sollten dabei Lebenszykluskosten stärker gewichten als den reinen Anschaffungspreis.

tsri.ch

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