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Medikamente kriegen Klimaanlagen, Pflegende eine Glace

Hauptstadt
Medikamente kriegen Klimaanlagen, Pflegende eine Glace

Themen: Gesundheit, Klima&Energie

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Pflegepersonal in Bern berichtet an Hitzetagen von Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Kreislaufbeschwerden. Monika Antenen kritisiert, dass Aufenthalts- und Patientenzimmer oft nicht gekühlt würden, während für die temperaturgerechte Lagerung von Medikamenten Klimageräte vorgeschrieben seien. In einer BAG-Befragung von 2025 empfanden vier von zehn rund 900 Beschäftigten aus Spitälern, Spitex und Pflegeheimen den Schutz für das Personal als ungenügend; neun von zehn nannten hitzebedingte Beschwerden. Der SBK Bern verlangt vor allem wirksame Massnahmen in Patientenzimmern und Gebäuden, etwa Lüftung, Beschattung und punktuell Klimageräte. Die Inselgruppe verweist auf den Nutzen fachgerecht gewarteter Anlagen, obwohl bei mangelnder Kondenswasserführung Keimrisiken entstehen können. Eine kanadische Studie von 2025 fand in Pflegeheimen ohne Klimaanlage an heissen Tagen eine um 8 Prozent höhere Sterbewahrscheinlichkeit. Anbieter setzen zusätzlich auf Nachtlüftung, Ventilatoren, Pausen, Getränke und Glace; flächendeckende Nachrüstungen sind jedoch vielerorts nicht geplant.

hauptstadt.be

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