Themen: CH-Politik, Gesundheit, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Debatte über eine schweizweite Cannabislegalisierung verschärft sich in Basel. Das Parlament soll 2027 voraussichtlich über ein Gesetz beraten, das Konsum und Verkauf begrenzt erlaubt. Die Basler FDP, die 2018 noch die Legalisierung aller Drogen ins Parteiprogramm aufgenommen hatte, zeigt sich skeptischer. Fraktionspräsident Daniel Seiler verweist auf negative Erfahrungen aus Kanada und fordert mit einer Petition entschlosseneres Vorgehen gegen offenen Drogenhandel im Kleinbasel. Dort seien vor allem harte Drogen, Beschaffungskriminalität und Dealer an Orten wie Claraplatz und Dreirosenanlage das Problem. Der ehemalige Basler Drogendelegierte Thomas Kessler hält dagegen eine regulierte Legalisierung für geeignet, den Schwarzmarkt zu schwächen. Er fordert Jugendschutz, Sanktionen gegen Händler an Minderjährige und strenge Strassenkontrollen. Legal verkauft werden sollte Cannabis aus seiner Sicht in Fachgeschäften oder Drogerien und nur an Einheimische mit Identitätsnachweis. Die bis Anfang 2027 laufende Basler Weed-Care-Studie meldete 2026 eine positive Zwischenbilanz mit weniger psychischen Beschwerden und geringerem Konsum anderer Substanzen bei Teilnehmenden.