Themen: CH-Politik, Neutralität, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Neutralitätsinitiative ist in der eidgenössischen Volksabstimmung mit 70,2 Prozent Nein-Stimmen deutlich gescheitert. Kein einziger Kanton nahm die Vorlage an, auch kein SVP-starker Kanton. Das stärkste Nein kam aus Neuenburg mit 75,5 Prozent, während das Tessin mit 51,7 Prozent den geringsten Nein-Anteil aufwies. Die Stimmbeteiligung betrug 47 Prozent. Für Christoph Blocher, der die Initiative politisch prägte und laut Bericht vier Millionen Franken beisteuerte, ist das Resultat eine schwere Niederlage. Das Ja-Komitee verfügte im Abstimmungskampf über rund zweieinhalb Mal mehr Geld als die Gegenseite. Blocher erklärte nach der Abstimmung, die zunehmende Kriegsgefahr mache ihm Sorgen; das Nein bedeute aus seiner Sicht einen Schlag für die künftige Sicherheit der Schweiz. Ebenfalls klar verworfen wurde die Ernährungsinitiative: 72,5 Prozent der Stimmenden lehnten sie ab, und auch sie erhielt in keinem Kanton eine Mehrheit.