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Eine Stadt – aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Journal21
Eine Stadt – aus dem Dornröschenschlaf erwacht

Themen: Kultur, Kultur/Feuilleton

Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden

Fürstenau im Domleschg gilt mit rund 350 Einwohnerinnen und Einwohnern als «kleinste Stadt der Welt». Der Ort entstand im 13. Jahrhundert an einer strategischen Route nahe dem Rhein und den Alpenpässen Julier, Septimer, Splügen und San Bernardino. Der Churer Bischof Heinrich von Montfort liess auf einem Felssporn einen befestigten Sitz errichten; aus Burg und Vorburg entwickelte sich eine kleine Stadt. König Karl IV. verlieh ihr 1354 das Recht auf zwei Jahrmärkte sowie Gerichtsbarkeit mit Kerker, Stock und Galgen. Fürstenau wurde Verwaltungszentrum der bischöflichen Herrschaft im Domleschg und am Heinzenberg. Als Verkehrswege im 15. Jahrhundert verlagert wurden und Thusis 1497 das Marktrecht erhielt, verlor der Ort an Gewicht. Ein Brand zerstörte 1742 grosse Teile des Städtchens. Erhalten blieben dennoch Gassen, Mauerreste, Häuser und die beiden Schlösser. Im Schloss Schauenstein befindet sich heute das Hotel von Andreas Caminada.

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