Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Westasien
Huthi-Milizen aus dem Jemen haben nach eigenen Angaben die saudische Raffinerie Ras Tanura in der Ostprovinz mit einer ballistischen Rakete angegriffen. In der Anlage des Aramco-Konzerns, die täglich 550'000 Barrel Rohöl verarbeitet, seien grosse Brände entstanden. Die maritime Sicherheitsagentur Vanguard und Bloomberg meldeten, das Feuer sei gelöscht, doch Ausmass der Schäden und Folgen für die Ölverladung blieben offen. Der Ölpreis stieg zeitweise auf 102,4 Dollar pro Barrel, gab danach aber wieder nach. Saudi-Arabien erklärte, in der Ostprovinz drei Raketen abgefangen zu haben; zivile Opfer seien nicht bekannt. Auch in Riad wurden Explosionen gemeldet. Die Huthi beanspruchten zudem Angriffe auf das Verteidigungsministerium sowie zwei Militärtransportflugzeuge nahe Najran und Khamis Mushait. Ägyptens Parlament genehmigte auf Bitte von Präsident Sisi militärische Unterstützung zur Verteidigung Saudi-Arabiens. Die Huthi werteten dies als Kriegserklärung. EU-Ratspräsident Antonio Costa sprach mit dem international anerkannten jemenitischen Regierungschef und verlangte eine politische Lösung.