Themen: Bildung, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: International, Westasien
Yael, eine 19-jährige Israelin aus einer linkszionistischen Familie in Süd-Tel Aviv, besuchte nach eigener Darstellung eine gute liberale Schule. Ihr Zwillingsbruder leistet Militärdienst in einer Kampfeinheit im Libanon. Ihre Mutter Yifat kritisiert den Zustand des Bildungssystems scharf: Ihre Kinder hätten vor einem Jahr zwar ihren Abschluss gemacht, aber «nichts» gelernt. Den Schulalltag verbindet sie mit einer machistischen Kultur und der Ausrichtung auf den Militärdienst. Vor zehn Jahren habe Israel noch einen Höhepunkt bei Hightech und gesellschaftlichem Fortschritt erlebt. Heute vermittle der Zustand von Schulen und öffentlichem Verkehr aus ihrer Sicht den Eindruck eines Landes der Dritten Welt. Der sinkende Bildungsstand wird als Gefahr für die Wirtschaft dargestellt.