Themen: Bildung
Regionen: Schweiz, Romandie
Die ASPF fordert den Kanton Genf auf, seine geplante Maturitätsreform und deren Folgen für den Französischunterricht zu überprüfen. Die kantonale Kommunikation stelle Fördermassnahmen als Stärkung von Französisch und Mathematik dar. Gleichzeitig solle aber die Zahl der Französischlektionen im ersten Jahr um 1,5 gegenüber dem bisherigen Stundenplan sinken. Die vorgesehenen Förderkurse seien freiwillig, wenn auch empfohlen. Der Verband bezweifelt, dass sie regulären Unterricht ersetzen können: Individuelle Förderung setze voraus, dass Lehrpersonen ihre Schülerinnen und Schüler kennen. Als Alternative nennt er Unterricht in Halbklassen bei der regulären Lehrperson, wie er etwa im Jura praktiziert werde. Grundkompetenzen umfassten weit mehr als Rechtschreibung, darunter Textverständnis, mündlichen Ausdruck und Argumentation. Die ASPF plädiert für mehr reguläre Französischstunden oder gezielte Arbeit in Halbgruppen und verlangt, die Position der Genfer Lehrpersonen einzubeziehen.