Themen: Umwelt, Gesundheit, Klima&Energie
Regionen: International, Europa
Nur 14,3 Prozent der englischen Flüsse, Seen und Mündungsgebiete erreichen nach einer sechsjährigen Erhebung der Environment Agency einen guten ökologischen Status. 2019 waren es noch 16,3 Prozent, wobei die Behörde wegen geänderter Methoden auf eine eingeschränkte Vergleichbarkeit verweist. Chemisch bestehen sämtliche untersuchten Oberflächengewässer die Vorgaben nicht. Als wesentliche Belastungen nennt die Erhebung Quecksilber, PFOS, PBDE, Mikroplastik und Phosphat aus Abwässern und Landwirtschaft. Weniger als sieben Prozent der Seen und 15 Prozent der Flüsse gelten ökologisch als gut; rund die Hälfte der Flüsse enthält zu viel Phosphat. Nach einer früheren Untersuchung überschreiten 98 Prozent der Fische und Muscheln an englischen Küsten den in der EU zulässigen Quecksilbergehalt. Fachleute kritisieren zu seltene Messungen und zu wenige geprüfte Schadstoffe. Die Regierung wird ihr verbindliches Ziel, bis 2027 77 Prozent der Gewässer zu verbessern, voraussichtlich verfehlen. Wasserversorger planen Investitionen von 22 Milliarden Pfund bis 2030.