Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Tessin
Ennio Flaiano entwirft in seinem «Diario notturno» das Bild eines Italiens, das erstarrt und von Zynismus geprägt ist. Der Schriftsteller betrachtet sein Land aus unmittelbarer Nähe und hält dabei eine widersprüchliche Beziehung fest: Er verabscheut Italien mit derselben Intensität, mit der er es liebt. Die Notizen verbinden diese persönliche Ambivalenz mit einem düsteren, fast dystopischen Blick auf ein Land, das nicht voranzukommen scheint.