Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
UBS-Chef Sergio Ermotti versucht laut dem Beitrag, vor der Entscheidung des Ständerats über neue Regeln für die Grossbank für möglichst geringe Kapitalvorgaben zu werben. Das Zehnpunkte-Papier richte sich an die 46 Mitglieder der kleinen Kammer und fordere eine «weiche» Lex UBS. Finanzministerin Karin Keller-Sutter, Finma-Chef Stefan Walter und SNB-Präsident Martin Schlegel verlangten demgegenüber lediglich zusätzliche Kapitalpuffer von 20 Milliarden Franken. Der Beitrag stellt diese Summe dem Risiko früherer Bankenrettungen gegenüber: Die Schweiz rettete die UBS 2008 und übernahm bei der CS-Krise 2023 Garantien und Liquiditätshilfen in sehr grossem Umfang. Er argumentiert, die UBS könne den Puffer über eine Kapitalerhöhung oder geringere Ausschüttungen finanzieren. Kritisiert wird zudem, dass die Bank mit rund vier Prozent Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanz deutlich weniger gepuffert sei als JP Morgan mit knapp sieben Prozent. Der Text wertet Ermottis Widerstand als Interesse an höheren Risiken, Renditen und Boni.