Themen: Umwelt, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg, Ostschweiz
Auf der Alp Tamons im Sarganserland wurde ein trockengelegtes Moor innerhalb eines Jahres wiedervernässt. Nach Plänen des Geografen Markus Camastral verschlossen Holzwände einen Entwässerungsgraben; auf der Fläche entstand ein Weiher von etwa einem Fussballfeld. Die Renaturierung kostete 50'000 Franken und wurde von Kanton, Bund, Gemeinde und Myclimate finanziert. Auch auf der Emmentaler Alp Mirrenegg werden Gräben mit Sägemehl, torfhaltigem Boden und Holzdämmen geschlossen, damit Wasser im Moor zurückbleibt. Moore bieten Lebensräume für seltene Arten, speichern Wasser bei Trockenheit und Hochwasser und binden Kohlenstoff. Dennoch sind laut WSL 90 Prozent der Schweizer Moore verschwunden, vor allem durch Entwässerung, Überbauung und Landwirtschaft. Sinkt der Wasserspiegel, wird Torf durch Mikroorganismen abgebaut und setzt Kohlendioxid frei. Wiedervernässung beendet diese Emissionen, kann aber nur einen begrenzten Beitrag leisten: Intakte oder noch moortypische Flächen umfassen lediglich 0,6 Prozent der Schweiz.