Themen: Gesellschaft, Wissenschaft
Regionen: International, Europa
Versteckspiele, Geschichten bei Taschenlampenlicht und Halloween-Streifzüge in gruseligen Kostümen gehören zu den Erfahrungen, bei denen Kinder freiwillig Angst suchen. Die Furcht kann dabei aufregend und lustvoll sein, aber auch ein Mass überschreiten, in dem sie nicht mehr als Spiel erlebt wird. Weshalb Menschen sich absichtlich erschrecken lassen und unter welchen Bedingungen dies Vergnügen bereitet, ist Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Ein Forschungsschwerpunkt liegt in Dänemark, einem Land, dessen Bevölkerung sich nach eigener Einschätzung besonders sicher fühlt. Marc Malmdorf Andersen leitet an der Universität Aarhus das Recreational Fear Lab, ein Labor zur Erforschung von Freizeit- und Unterhaltungsschrecken. Im Gespräch steht die Frage im Zentrum, wie sich spielerische Angst von einer übermässigen Belastung unterscheidet.