Themen: Umwelt, Klima&Energie
Regionen: International, Europa
Dürrebedingte Wald- und Torfbrände haben Ende Juli bis Mitte August die Hohen Venn in Belgien und das Great Fen in England schwer beschädigt. Torfmoore speichern sehr viel Kohlenstoff, doch ihre Funktion hängt von dauerhaft nassen Böden ab. Entwässerung für Landwirtschaft und Plantagen sowie zunehmende Hitze und unregelmässiger Niederschlag machen sie besonders brandanfällig. Torffeuer brennen unterirdisch weiter und können Wochen oder Monate schwelen. Im belgischen Hochmoor verbrannten ab dem 14. August innert eines Wochenendes mehr als 3000 Hektaren; dies entspricht laut WWF rund sieben Prozent dieses Torfmoortyps in Kontinentaleuropa. Wiedervernässung soll Kohlenstoffspeicher, Biodiversität und Hochwasserschutz stärken, kann den Verlust jedoch kaum rasch ausgleichen: Torf wächst unter Idealbedingungen nur etwa einen Millimeter jährlich. Projekte benötigen zudem Finanzierung und müssen mit landwirtschaftlicher Nutzung vereinbar sein.