Themen: Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Das Bundesgericht hat Guy Lachappelle im Streit mit einer Ärztin recht gegeben. Die Frau hatte eine frühere Affäre in einem Buch verarbeitet und dafür die Figuren «Joe» und «Sophia» verwendet. Lachappelle, einst Präsident von Raiffeisen Schweiz, klagte gegen den ihn betreffenden Teil der Publikation und hatte bereits in Basel Erfolg. Die Autorin zog den Fall ans Bundesgericht weiter, unterlag dort aber endgültig. Das Gericht bestätigte die Entscheide der Vorinstanzen und befand, die Darstellung sei nicht so stark verfremdet, dass Lachappelle hinter der Figur «Joe» nicht erkennbar gewesen wäre. Zur Erkennbarkeit habe die Autorin laut Urteil auch beigetragen, indem sie im Umfeld des früheren Spitzenbankers für das Buch geworben habe. Sie muss 7500 Franken Gerichtskosten bezahlen. Eine Parteientschädigung für Lachappelles Anwalt fällt nicht an.