Themen: CH-Politik, Gesellschaft, Technologie
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Der Luzerner Stadtrat fordert vor der Einführung der F-35A auf dem Militärflugplatz Emmen einen «Wahrnehmungsvergleich» mit den bisherigen F/A-18. Starts und Landungen beider Jettypen sollen gemessen werden, damit Behörden und Bevölkerung die Belastung vergleichen können. Ab 2032 sollen F-35A in Emmen stationiert sein; laut Stadtrat sind sie im Durchschnitt rund drei Dezibel lauter, auch wenn insgesamt weniger Starts und Landungen vorgesehen sind. Anwohner berichten bereits heute von Gesprächen, die durch Fluglärm unterbrochen werden, sowie von leicht zitternden Möbeln und Fenstern nahe der Piste. Die Stadt verlangt vom VBS und von der Luftwaffe zudem bessere Kommunikation und mehr Mitsprache in laufenden Verfahren. Der Schutzverband Emmen will das Lärmmonitoring kritisch begleiten und wartet auf einen Entscheid zur Sammeleinsprache. Strittig bleibt auch der Umfang des Schallschutzes: Der Bund plant 30 Millionen Franken, während höhere Kredite im Nationalrat abgelehnt wurden.