Themen: Partei-Politik, Demokratie, Migration/Asyl
Regionen: International, Europa
Die Alternative für Deutschland hat bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 43,8 Prozent der Stimmen erhalten und damit ihr bisher bestes Ergebnis auf Landesebene erzielt. Der Landesverband ist vom deutschen Inlandsgeheimdienst als rechtsextrem eingestuft worden, unter anderem wegen des Ziels einer ethnisch homogenen Gesellschaft. Die AfD verfehlte die absolute Mehrheit knapp. Gewinnt sie Abgeordnete anderer Parteien, etwa aus CDU oder BSW, könnte sie eine Landesregierung bilden und über Polizei, Justiz, Bildung und Finanzen mitbestimmen. Andernfalls müsste die CDU eine breite Koalition gegen die AfD organisieren, die nur über eine knappe Mehrheit verfügen könnte. Bundesweit liegt die Partei laut Darstellung seit Monaten bei rund 30 Prozent. Das Wahlergebnis dürfte die Diskussion über ein mögliches Parteiverbot und über die schwache Zustimmung für Kanzler Friedrich Merz verstärken. Internationale Reaktionen kamen unter anderem von Donald Trump, Elon Musk und einem russischen Präsidialgesandten.