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Feministische italienische Avantgarde

Journal21
Feministische italienische Avantgarde

Themen: Kultur/Feuilleton, Kultur, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden

Das Muzeum Susch im Unterengadin widmet Mariuccia Secol, 1929 bei Varese geboren, eine Retrospektive mit dem Titel «Unraveling». Die italienische Künstlerin und feministische Aktivistin verarbeitet in Textilcollagen, Objekten und Tonskulpturen Gewalt gegen Frauen, darunter in «Femicid» von 1986, sowie Themen wie Zerstückelung, Suizid und Hilferufe. Secol engagierte sich seit den Protestbewegungen der 1960er Jahre für feministische Anliegen, arbeitete in einer psychiatrischen Klinik und beteiligte sich später an politischen Protesten. Der Kritiker würdigt ihr politisches Engagement, hält Teile ihres Werks aber für plakativ und weniger vielschichtig als Arbeiten anderer Künstlerinnen vergleichbarer Themen. Das 2019 eröffnete, von der polnischen Unternehmerin Grażyna Kulczyk gegründete Museum konzentriert sich auf internationale Avantgarde-Künstlerinnen. Es gilt aufgrund seiner Architektur und seines Programms als kultureller Anziehungspunkt für das Unterengadin. Die Ausstellung läuft bis November.

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