Themen: Umwelt, Klima&Energie
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Zürich und fast alle übrigen Kantone haben wegen massiver Trockenheit Feuer- und Feuerwerksverbote oder Warnungen erlassen. Im Kanton Zürich gilt die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe. Boris Pezzatti begrüsst einfache, kantonsweit geltende Regeln, wie sie im Tessin praktiziert werden, weil sie sich klar kommunizieren und durchsetzen lassen. Die Deutschschweiz habe ihre Vorbereitung seit dem Hitzesommer 2003 ausgebaut; Kantone entwickelten Waldbrandkonzepte, nutzten die Gefahrenplattform IGNIS und bereiteten Löschkräfte, Helikopter und Forstdienste vor. Grossflächige Brände seien im Mittelland wegen weniger zusammenhängender Waldgebiete weniger wahrscheinlich, mögliche Schwerpunkte lägen aber etwa im Tösstal und am Üetliberg. Kronenfeuer seien besonders schwer zu bekämpfen. In den Alpen könne abgebrannter Schutzwald Erosion, Murgänge und Steinschläge begünstigen. Fast 90 Prozent der Schweizer Waldbrände würden durch Menschen ausgelöst, oft fahrlässig. Klimaszenarien liessen künftig regelmässiger trockene Sommer und mehr Feuerwerksverbote erwarten.