Themen: Migration/Asyl, CH-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Tessin
Das Forum diritti senza confini kritisiert eine im Tessiner Budget 2027 vorgesehene weitere Kürzung der Unterhaltspauschalen für Schutzsuchende als unvertretbar. Betroffen sind Asylsuchende mit Ausweis N, vorläufig Aufgenommene mit Ausweis F und Personen mit Schutzstatus S. Nach Angaben des Forums sind die Pauschalen seit 2012 nominal unverändert geblieben und hätten durch den fehlenden Teuerungsausgleich bereits mindestens 6 Prozent ihres realen Werts verloren. Der Grosse Rat hatte im Juni zudem eine Kürzung um 6 Prozent beschlossen, die jährlich 1,5 Millionen Franken sparen soll. Nun sei eine weitere Reduktion im gleichen Umfang geplant. Für eine alleinstehende Person würde die monatliche Pauschale laut Forum von 500 Franken im Jahr 2012 über 470 auf schätzungsweise 440 Franken sinken. Ende 2024 wären 3767 wirtschaftlich besonders verletzliche Personen betroffen. Das Forum verlangt den Verzicht auf die Massnahme und einen dauerhaften Runden Tisch zur Lage von Personen mit N-, F- und S-Status sowie Nothilfeempfangenden.