Themen: Migration/Asyl, CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Tessin
Der Tessiner Staatsrat schlägt im Budget 2027 eine zweite Kürzung der Unterhaltspauschalen für Asylsuchende, vorläufig aufgenommene Personen und Menschen mit Schutzstatus S vor. Die Einsparung soll jährlich 1,5 Millionen Franken betragen. Das Forum diritti senza confini bezeichnet den Schritt als inakzeptabel und fordert Regierung und Grossen Rat zum Verzicht auf. Die Pauschalen seien seit dem 1. Januar 2012 unverändert und hätten wegen des fehlenden Teuerungsausgleichs bereits mindestens 6 Prozent an Wert verloren. Nach weiteren Kürzungen betrage der reale Verlust 18 Prozent. Eine alleinstehende Person erhielt nach dem im Juni beschlossenen Abbau noch 470 statt 500 Franken monatlich; mit der neuen Vorlage wären es laut Forum rund 440 Franken. Ende 2024 waren 3767 Personen betroffen, darunter Kinder und Minderjährige. Das Forum verlangt zudem einen permanenten Austausch zur Lage der Betroffenen.