Themen: Wissenschaft, Technologie, Umwelt
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die Empa in Dübendorf entwickelt im europäischen Netzwerk ICP Materials Materialien, die Korrosion an Bauwerken und Infrastruktur verringern sollen. Das Projekt erhebt an festen Standorten Daten zur Korrosionsgeschwindigkeit standardisierter Metallproben. Für die Schweiz verantwortet Ulrik Hans vom Empa-Labor die Arbeiten gemeinsam mit dem Bundesamt für Umwelt; Proben aus wetterfestem Stahl und Titanzink sind auf dem Chaumont im Kanton Neuenburg installiert. Die Messungen zeigen langfristige Verbesserungen: Schwefeldioxid-Spitzenwerte in Industriegebieten sanken seit den frühen 1980er Jahren von 460 auf unter 10 Mikrogramm pro Kubikmeter. Am Standort Kopisty reduzierte sich die Eisenkorrosion seit 1987 von 500 auf 100 bis 150 Gramm Eisenoxid pro Quadratmeter Stahl, bei Zink von 15 auf 7 Gramm. Die Daten fliessen in die Entwicklung geeigneter Legierungen, Beschichtungen und nanometerdünner Passivschichten ein. Untersucht werden sie mit oberflächenanalytischen Verfahren wie Kelvin-Sonden-Kraftmikroskopie und HAXPES.